Freitag, 24. Juni 2016
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Spendenübergabe Auhof/Zell Drucken
(HILPOLTSTEIN bus/rod) - Feuerwehren spenden wieder 3000 Euro an Behinderteneinrichtungen in Hilpoltstein

Jede Einrichtung bekommt 1500 Euro

Führungskräfte von Feuerwehren aus nahezu dem gesamten südlichen Landkreis kamen auch heuer wieder zu einem angenehmen Termin in Hilpoltstein zusammen: Sie übergaben – diesmal im Auhof – jeweils 1500 Euro an die beiden Behinderteneinrichtungen im Auhof und in Zell.

Mit Kreisbrandrat Werner Löchl und dem für die beiden Hilpoltsteiner Einrichtungen zuständigen Kreisbrandmeister Michael Krauß an der Spitze trafen sich die Wehrmänner mit dem Leiter vom Auhof, Andreas Ammon und der neuen Gesamtleiterin von Regens-Wagner in Zell, Heike Klier, um die während des Jahres in ihren Feuerwehren gesammelten Beträge zu übergeben.

Andreas Ammon freute sich dankte für das Engagement, das die Feuerwehren mit dieser Spende schon seit vielen Jahren bewiesen. Die Feuerwehren bewiesen hiermit eine große Tradition, ja Treue zu den beiden Einrichtungen und sähen dies schon als Selbstverständlichkeit an. „Sie sind immer da, wenn es erforderlich ist“, betonte Ammon weiter und dankte, dass die Feuerwehren den Einrichtungen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stünden und somit für große Sicherheit sorgten. „In all den Jahren haben sie viel für uns getan – sie haben uns geholfen, Kosten, die über den gesetzlich zugestandenen Alltagsbedarf hinausgehen, abzuschwächen.“

Die Nachfolgerin von Schwester Gerda Friedel, der langjährigen Gesamtleiterin von Regens-Wagner in Zell, Heike Klier, betonte zu Beginn ihrer Ausführungen, dass es für sie geradezu ein Albtraum wäre, wenn ihr ein wirklicher Einsatz in ihrer Einrichtung gemeldet würde. Gott sei Dank, sei dies, da in ihrer Einrichtung der Brandschutz zertifiziert sei, bisher noch nie der Fall gewesen. Die hervorragende Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk habe sie im vergangenen Herbst kennengelernt, als Bewohner ihrer Einrichtung auf dem Main-Donau-Kanal Boot fahren durften – was diesen sichtlich Freude bereitet hatte. Als Beispiel, wofür die Spende der Feuerwehren Verwendung fände, nannte Heike Klier einen Fall, bei dem einem todkranken Bewohner ihrer Einrichtung ein Pflegebett durch die Krankenkasse verweigert wurde. Aktuell plane man – da die Bewohner von Regens-Wagner in Zell immer älter und somit deren Bedürftigkeit auch größer werde – im Schwimmbad einen „Lifter“ einzubauen – mit dem es Schwerstbehinderten möglich ist, ins Wasser zu kommen.

Im Auhof soll der „Erlebnisbauernhof“ aufgewertet werden, damit die Bewohner der Einrichtung, den Umgang mit Pferden, der regulär zu teuer sei, lernen könnten und möglicherweise am „therapeutischen Reiten“ teilnehmen können. Hierzu ist es jedoch erforderlich, den Reitplatz entsprechend auszustatten, was mit Kosten von etwa 35.000 Euro zu Buche schlägt.

Kreisbrandrat Werner Löchl betonte, dass die mehr als fünftausend Aktiven der Feuerwehren sozusagen unter einem „Helfersyndrom“ leiden würden und jederzeit zur Hilfe bereit seien. Die Feuerwehr sei oftmals der einzige Verein in einem Dorf und sorge somit für den sozialen Zusammenhalt in diesem. Bei Übungen und sonstigen Zusammenkünften würden viele der Wehren regelmäßig für die beiden Einrichtungen sammeln. Alleine aus dem Gredinger Ortsteil Kraftsbuch seien diesmal 700 Euro übergeben worden.

Die Leiter der beiden Einrichtungen dankten den Vertretern der Wehren für die Spende und ihre stete Einsatzbereitschaft und baten diese, diesen an ihre Aktiven weiterzuleiten.
Hinweis: Der Artikel und die Bilder wurden von Rudi Heubusch eingereicht und zur Verfügung gestellt.
Vielen Dank
 

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